haus10

Wir erinnern uns: Ende des Jahres 2015 waren im angehenden Bad die Wände mit Wandheizung versehen und verputzt. Die Decke war abgeschliffen und gestrichen.

Im neuen Jahr ging es dann in kleinen Schritten weiter.

Die Duschwanne wurde installiert. Dabei mussten wir festellen, dass die Ecke des Raumes nicht wirklich einen 90° Winkel aufwies. Also musste ein Vorbau entstehen, der die kleinen Abweichungen ausglich. Auf diese Weise hatten wir dann gleich das Problem der Ablagefläche für die Duschmittel gelöst.

Für den Fußboden hatten wir uns für breite, durchlaufende Eichendielen entschieden, die extra für uns in der gewünschten Länge hergestellt wurden. Die Anlieferung stellte uns vor Probleme: die Spedition kam mit einem LKW mit Auflieger, der niemals in unsere Straße gepasst hätte. Zum Glück hat unser Zimmermann eine Lagerhalle und konnte die Fracht für uns dort in Empfang nehmen und zwischenlagern.

Auf den alten Boden aus Weichholz-Dielen wurden zum Ausgleich zunächst OSB-Platten und darauf die neuen Dielen verlegt. Die Dielen waren einen Zentimeter dicker als angegeben. Somit haben wir nun aber eine bodengleiche Dusche...

Endlich konnte nun der schöne Teil des Ausbaus beginnen. Zunächst wurden Fliesen für den Duschbereich ausgesucht und dazu passende Kalkfarben bestellt.

Vor dem Fliesen musste die Wand im Duschbereich mit Tiefengrund verfestigt und gesperrt werden. Anschließend wurden die Matten mit geschnittenen Flusskiesel mit Flex-Kleber verlegt. Dabei wurde zwischen allen aneinanderstoßenden Flächen Fugen gelassen, um ein späteres Reißen durch Bewegung im Fachwerk zu verhindern.

Nach dem Streichen konnten die neuen Badmöbel aufgebaut und das Waschbecken bereits montiert werden. Erst danach kam uns der gute Gedanke, den Spritzwasserbereich über dem Waschbecken ebenfalls zu fliesen. Durch unsere krummen Wände gab es hinter den Möbeln genug Platz, um die Fliesen zu verlegen, ohne nochmals alles abbauen zu müssen.

Die Badewanne wurde ebenso wie die Toilette montiert.

Da die Eichendielen nicht nur dicker sondern auch etliche Zentimeter breiter waren als angegeben, konnte aus den Resten eine Verkleidung für die Badewanne sowie ein Fensterbrett entstehen.

Auf alle waagerechten Ablageflächen an Dusche und Badewanne wurden schieferähnliche Platten verklebt.

Die Duschabtrennung konnte nun aufgebaut werden. Durch den Sockel ergab sich das Problem der Befestigung an der Wand. Als Abstandhalter für beide Ecken wurde ein Eichenbalken gebürstet und geölt.

Ebenfalls wegen des Sockels in der Dusche stellte sich das Problem der Befestigung des Duschkopfes. Auch hierfür mussten die etwa 15 cm irgendwie überbrückt werden. Und während wir noch auf ein Stück Holz vom Zimmermann warteten, kam uns der rettende Gedanke einer feuchtigkeitsresistenten Befestigung: ein Stück Zaunpfahl aus Recycling-Kunststoff.

Als Handtuchhalter haben wir eine Leiter am Holz der Duschabtrennung festgeschraubt.

 

Die Tür trug deutliche Spuren des vorangegangenen Lehmbaus und musste sehr aufwändig gereinigt, geschliffen und geölt werden. Als Handtuchhaken hatten wir drei Jugendstilhaken vom Flohmarkt mitgebracht.

Nun begannen die kleinen, aber dennoch zeitaufwändigen Restarbeiten:

  • Alle Dehnungsfugen wurden mit Silikon geschlossen.
  • Die Sockelleisten aus geöltem Eichenholz wurden montiert.
  • Die neue Türbekleidung, natürlich eine alte aus dem Baustoffdepot in Bremen, wurde abgelaugt und anschließend geölt.
  • Halterungen für Handtücher, Toilettenpapier und ein Regal für Dekoratives wurden montiert.

Im November war es dann so weit: das neue Bad konnte in Betrieb genommen werden.