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Gleich mit den ersten wärmeren Tagen begannen wir, mit Abzieher, Stechbeitel, Schraubendreher und Hammer alle Balken auf der Kirchplatzseite und im vorderen Bereich der Straßenseite von Farbresten und Spachtelmasse zu befreien - eine wirklich langwierige, langweilige und unangenehme Arbeit.

Im Zuge dieser Arbeit mit räumlich sehr begrenzten Erfolgen wurde auch gleich noch der verbleibende Putz von den Fächern entfernt - das ging deutlich besser und schneller.

Lose Lehmteile wurden entfernt und Löcher in den Lehmausfachungen verschlossen.

Nach dem vollständigen Durchtrocknen wurde nun eine erste Putzschicht aus Trasskalk aufgebacht.

Es war sehr ungewohnt, das Haus mal wieder in annähernd einheitlicher Außenhaut zu sehen.

Einige Fächer standen so weit vor, dass sie nur eine Putzschicht erhielten.

Nach dem Durchhärten des Grobputzes wurde der Feinputz zwei Wochen später aufgebracht. Wieder mussten wir 10 Tage warten. Dann konnte das Haus mit Sumpfkalkfarbe grundiert werden.

Nun wurde es im Abstand von 24 Stunden zweimal mit getönter Sumpfkalkfarbe gestrichen. Der Farbton heißt Savanne 13 (von Caparol Color) und stimmt fast 100 %ig mit dem Farbton überein, den wir unter der weißen Dispersionsfarbe gefunden hatten. Die Pigmente von Caparol wurden allerdings in Haga-Kalkfarbe eingerührt.

Vom Kirchplatz aus sieht unser Haus nun fast fertig aus.

Auch auf der Straßenseite gibt es nun einen Lichtblick.

Allerdings zeigt sich durch den deutlichen Farbunterschied zwischen den fertigen und den noch nicht einmal begonnenen Gebäudeteilen jetzt erst richtig, dass es auch im kommenden Jahr wieder einige Arbeit geben wird.

Um den Kontrast zwischen den Ausfachungen und dem Fachwerk zu betonen, wurden die Balken zum Schluss geeölt.