haus12

Wohn- und Esszimmer waren schon bei der Erstbesichtigung zusammenhängende Räume, die man allerdings durch eine Schiebetür trennen konnte.

 

Auch hier sollte der Fußboden saniert werden, so dass wir zunächst die Fußbodenbeläge und die Dielen entfernten. Im Bereich des Wohnzimmers war bereits in den 1960er Jahren eine Betondecke gegossen worden, die aber zu dünn war und zudem so hoch lag, dass darüber kein gedämmter Fußboden Platz gehabt hätte - zumindest nicht ohne Stufe.

Also wurde die Betondecke weggestemmt und das Erdreich etwa 30 cm tief ausgehoben.

Auch hier fanden wir wieder einen Findling, der einst einen nicht mehr vorhandenen Ständer trug.

Nach dem Verlegen der Folie konnte auch hier die Betonsohle gegossen werden.

An der Wand zwischen Esszimmer und Küche öffneten wir die obere Hälfte der ehemaligen Tür für die spätere Durchreiche.

Nun musste auch hier die Schwelle ausgetauscht werden. Zunächst hofften wir, den sehr stabilen Putz auf den oberen Ausfachungen erhalten zu können und öffneten nur die unteren Gefache.

Dann aber stellten wir fest, dass alle Ausfachungen erneuert werden mussten, weil sie aus Kalksandsteinen bestanden und dass daher auch die Deckenverkleidung entfernt werden musste.

Auch wenn es anders aussieht, geht es auf diesem Bild schon wieder bergauf: die Schwelle ist getauscht, die untersten Gefache sind ausgemauert und auch an der Stirnwand im Esszimmer steht bereits das neue Fachwerk, welches das nur noch gemalte ersetzt.

Da diese Wände zur Straßenseite zeigen, wurden die offenen Gefache mit Holzplatten verschlossen.

Die Decke zeigt deutlich, dass die Raumaufteilung früher anders war. Das Wohnzimmer war schmaler und kürzer: hier sieht man eine verputzte Lehmdecke. Der Flur, der links davon anschließt, war früher eine richtig breite Diele: hier schaut man auf die Balken sowie die Dielen des ehemaligen Heubodens. Diese Wohnzimmerwand wurde also in den Flur versetzt, um die Fläche zu vergrößern. An Stelle des Esszimmers war hier früher ein kleiner Raum, den unsere Vorbesitzerin als "Dunsen" bezeichnete. Hier fanden wir eine sogenannte "Kölner Decke" mit offenen, lehmverputzten Balken.

Irgendwann - in jedem Fall sehr viel später als geplant - waren dann die Gefache wieder ausgemauert: unten mit Ziegeln, oben mit Lehmsteinen, die wir von einem sehr lieben Nachbarn bekamen.

Die Wände erhielten eine Lehmschicht als Puffer.

In Anbetracht der mittlerweile weit vorangeschrittenen Zeit entschieden wir uns, die Decke wieder verkleiden zu lassen.

 

Nun konnte die Vorsatzwand gestellt werden.

Zwischendurch kam noch überraschend die Heizungsbaufirma vorbei und befestigte die Rohre an der ungedämmten Außenwand.  Der erforderliche Rückbau kostete uns eine weitere Woche.

Nun konnte auf den Schweißbahnen der Fußbodenaufbau beginnen.

Auch hier ließen wir Eichendielen verlegen.

Sehr schön ist der lange Heizkörper, der nun mit der Rückseite nach vorne befestigt werden musste, weil die Heizungsbaufirma die Anschlüsse vertauscht hat.

Nach dem Tapezieren und Streichen sieht es aber schon so aus, als könne man hier leben. Aber noch fehlen die Sockelleisten, die wir nach einer vorgefundenen Restleiste anfertigen ließen.

Bis auf einige Kleinigkeiten ist es nun fertig:

Auch wenn wir es streckenweise nicht für möglich hielten: wir konnten Weihnachten 2012 in unserem neuen Wohn-Ess-Zimmer feiern.