Kinderspielzeug nach Laubsägevorlagen

Neben den Spielsachen der kleinen und großen Spielzeugmanufakturen, die man kaufen konnte, gab es um die Jahrhundertwende auch zahlreiche Laubsäge-Vorlagen, die es ärmeren Familienmitgliedern ermöglichten, schöne Spielzeuge kostengünstig zu Hause zu fertigen.

Ergänzend zu diesen Vorlagen gab es -zumindest für die Puppenmöbel und Puppenstuben - ein umfangreiches Sortiment an Accessoires für die selbstgefertigten Stücke: kleine Schrankknöpfe und -griffe, Türklinken, Scharniere, Gardinenstangen mit Klemmhaltern oder Ringen sowie zahllose Tapeten für Wand und Boden.

Oft ist es schwierig, die Vorlagen der gefertigten Stücke einer bestimmten Firma zuzuordnen. Erstaunlicherweise bieten nämlich verschiedene Firmen identische oder zumindest ähnliche Vorlagen zur gleichen Zeit an. So gab es einen bestimmten Kaufladen mit aufwändiger Jugendstilverzierung zeitgleich bei Otto Maier (Ravensburger Laubsägevorlagen) und Mey & Widmayer sowie wenig später bei Hofmann & Schmitt, welche 1939 die Firma Mey & Widmayer komplett übernahmen.

Neben den reinen Vorlagen, die auf das Holz gedruckt waren oder selbst übertragen werden mussten, gab es auch Vorlagen, die auf Pappe oder Holz gekebt wurden und damit das nachträgliche Beizen oder Anmalen sparten.

Auf den folgenden Seiten stelle ich die drei bekanntesten Verlage für Laubsägevorlagen, Mey & Widmayer, Otto Maier Verlag und J.F. Schreiber kurz vor und zeige einige Bilder von den Vorlagen sowie den daraus entstandenen Produkten (soweit vorhanden).

 

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